Glossar: Nachstellung
Was ist Nachstellung?
Nachstellung, auch bekannt als Stalking, bezeichnet das gezielte und wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person. Täter nutzen verschiedene Methoden, um ihre Opfer einzuschüchtern, zu kontrollieren oder psychisch unter Druck zu setzen. Dabei kann Nachstellung sowohl im realen Leben als auch online (Cyberstalking) erfolgen. Betroffene erleben oft eine massive Einschränkung ihrer Lebensqualität, weshalb es wichtig ist, frühzeitig zu handeln.
Was tun, wenn Sie von Nachstellung betroffen sind?
Wenn Sie Opfer von Nachstellung sind, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Ihnen helfen können:
- Die Polizei informieren: Sie können sich jederzeit an eine Polizeidienststelle wenden und Ihr Anliegen schildern – ein Termin ist nicht erforderlich. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die gegen den Täter ergriffen werden können, darunter Betretungsverbote, Kontaktverbote oder Wohnungsverweisungen.
- Alle Vorfälle dokumentieren: Notieren Sie jede Form der Nachstellung mit Datum, Uhrzeit und Art der Belästigung (z. B. Anrufe, Nachrichten, E-Mails). Bewahren Sie Beweise wie Screenshots oder Ausdrucke sicher auf, um sie bei Bedarf vorlegen zu können.
- Hilfe suchen: Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen oder Beratungsstellen. Auch Opferschutzbeauftragte der Polizei stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
- Keinen Kontakt zulassen: Teilen Sie dem Täter unmissverständlich mit, dass Sie keinen Kontakt wünschen. In manchen Fällen kann es jedoch besser sein, nicht zu reagieren. Lassen Sie sich hierzu von Experten beraten.
- Zeugen benennen: Falls Dritte die Nachstellung beobachtet haben, sollten Sie deren Namen und Kontaktdaten festhalten und der Polizei übergeben.
- Persönliche Daten schützen: Lassen Sie Ihre Telefonnummer und Adresse aus öffentlichen Verzeichnissen entfernen. Ihr Telefonanbieter kann Sie hierbei unterstützen.
- Adressauskunft sperren lassen: Beantragen Sie bei Ihrer Meldebehörde eine Auskunftssperre, um zu verhindern, dass Unbefugte Ihre Anschrift erhalten.
- Rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen: Ein Anwalt kann den Täter schriftlich abmahnen und darauf hinweisen, dass strafrechtliche Konsequenzen drohen. Ein solches Schreiben zeigt oft Wirkung.
Über die Autorin: Shannon Schreuder
Shannon R. Schreuder, Jahrgang 1993, ist seit 2012 in unserem Team tätig. Die gelernte KFZ-Mechatronikerin absolvierte nach ihrem Fachabitur die Ausbildung zur ZAD geprüften Privatermittlerin (IHK) und verfügt über eine jahrelange Observationserfahrung im In- und Ausland; darunter auch bei komplexen Einsätzen in Ghana, Japan, Neuseeland und den Vereinigten Staaten und ist zudem ausgebildete Mediatorin (Univ.) und geprüfte Qualitätsmanagementfachkraft – TÜV und betreut unser QM-System federführend.
In ihrer Freizeit verbringt die Mutter eines Sohnes viel Zeit beim Wakeboarden und Motorradfahren mit ihrem Ehemann.
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